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Meteoritica
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Inventar # C 019

Das Meteoreisen von N'Goureyma
unweit Djenne, Provinz Macina, Sudan. Von E. Cohen. Mittheilungen aus dem Naturwissenschaftlichen Verein fuer Neu-Vorpommern und Ruegen 1901. XXXIII. Greifswald 1901.

Bericht über Fall, Bergung, Analyse und äussere Gestalt des einzigartigen Meteoreisens von N'Goureyma aus der Feder des Grossmeisters der Eisenmeteoriten Emil Cohen. Der Autor beschreibt den Eisenmeteoriten als einen orientierten Schild und zeigt auf grossformatigen Falttafeln die drei exzellenten photographischen Aufnahmen, die im Auftrage Minods angefertigt wurden. Da die cheminsch-mineralogische Analyse des Meteoriten zum Zeitpunkt von Cohens Arbeit bereits abgeschlossen und durch Meunier publiziert waren, beschränkt sich Cohen auf die Gestalt und die Rekonstruktion der formgebenden Flugphase des N'Goureyma Meteoriten. Insbesondere interessiert er sich für die Abfolge der verschiedenen Ablationsphasen, die zur eigentümlichen Form und Orientierung des Meteoreisens geführt hatten.



Cohen vergleicht unter anderem die Schmelztexturen des N'Goureyma Meteoriten mit jenen auf dem Cabin Creek Meteoriten und er stellt fest, dass bei beiden die Schmelzkruste auf dem Apex zu fehlen scheint. Er schliesst daraus, dass der Strom kompressierter Luft die Schmelzkruste auf dem am weitesten vorstehenden Teil des Meteoriten wegerodiert haben musste.

Während ein Teil von Cohens Ausführungen zur Flugphysik des N'Goureyma Meteoriten auch noch von heutigen Wissenschaftlern akzeptiert werden dürften, so ist er doch überzeugt davon, dass der Meteorit aufgrund der geringen Dicke während der heissen Flugphase "nahezu vollständig, wenn nicht sogar ganz geschmolzen" oder wenigstens "aufgeweicht" worden ist. Offensichtlich ließ sich Cohen durch die ataxitische Struktur des Eisens irritieren. In seiner Darstellung folgert er, der Meteorit sei als oktaedrisches Eisen in die Atmosphäre eingetreten und bis zum Ende des Atmosphärenfluges so weit aufgeschmolzen wurden, dass letzlich nur eine rekristallisierte Struktur übrig blieb.

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