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Henbury
Eisen, Octaedrit, IIAB
Northern Territorry, Australien
Fund: 1931 (Alderman)
TKW (Total Known Weight): ~2 t
Individuum 1,250 kg



Als Alderman 1931 das aus 14 Kratern bestehende Streufeld des Henbury Meteoriten mit Hilfe seiner Aboriginee-Führer entdeckte, fand er auf den Kraterrändern und in der weiteren Umgebung hunderte von Meteoritenfragmenten und Individuuen auf der Oberfläche. Seit der Zeit des Falles hatten die Aboriginees das Kraterfeld in ihren mündlichen Überlieferungen zum Tabu erklärt. Weder besuchten sie die Gegend zur Jagd, noch wurde das leicht zugängliche Eisen abgesammelt. In ihrer Sprache hieß der Ort "Chindu chinna waru chingi yaku", was soviel bedeutet wie „Sonne geht, Feuer, Teufels Felsen“. Im Gegensatz zu vergleichbaren Streufeldern von Eisenmeteoriten (Cape York, Canyon Diablo, Odessa, Toluca, Campo des Cieolo, Taza), wo das kostbare Metall von den ansässigen Naturvölkern über Jahrtausende zur Werkzeug- und Waffenherstellung genutzt wurde, blieben die Henbury Meteoriten an Ort und Stelle erhalten. Bis auf die natürliche Erosion blieb auch das Henbury Kraterfeld in seiner urprünglichen Form erhalten. Das Bild zeigt ein 1,250kg Individual, dass in den 1980er Jahren rund 800m nornordwestlich des Hauptkraters gefunden wurde.



Stark skulpturiertes 1,881kg Individuum in Form eines umgestülpten Pilzes. Man hat festgestellt, dass diejenigen Teile der Meteoriten, die in Fundlage aus dem Boden hervorstehen, deutlich besser erhalten sind, als die im Boden befindlichen Teile. So auch bei diesem Exemplar. Der Meteorit zeigt stärker verwitterte, stark gezackte Regmaglypten auf der abgebildeten Seite, verfügt jedoch auf der Rückseite über Regmaglypten auf deren Sohle noch Reste von Schmelzrinde sichtbar sind. Der Eisenmeteorit befindet sich in ungereinigtem Fundzustand und zeigt sehr schön die für diese Lokation typische lateritrote Patina. Obwohl im wesentlichen aus Metalloxyden bestehend, spielt sie eine entscheidende Rolle beim Schutz des Meteoriten vor weiterer Korrosion.



Kaum verwittertes, ungereinigtes 2,765kg Exemplar mit konischem Apex, pyramidal-konkaver Basis und deutlichen Anzeichen von Flugorientierung. Die stark ausgeprägten und außergewöhnlich gut erhaltenen Regmaglypten befinden sich ausschließlich auf der Brustseite und gehen mit zunehmender Entfernung vom Apex in radiale Furchen über.



1,800kg Henbury Eisenmeteorit in Form einer neolithischen Pfeilspitze in Fundzustand.



Distributionskarte mit den Fundpositionen von rund einer Tonne Henbury Meteoriten, die in den vergangenen Jahrzehnten von lokalen Findern aus der Gegend um Alice Springs geborgen wurden. Es scheint offensichtlich, dass nahezu alle Exemplare in einem kleinen begrenzten Bereich gefunden wurden, der als radiale Verlängerung der Hauptkrater deren nordöstlichen Quadranten repräsentiert. Die Karte stammt von Don McColl und wurde von ihm in seinem Aufsatz "The Distribution Pattern of the Henbury Iron Meteorites in Central Australia" in Meteorite, im August 1997 publiziert (Vol. 3, No. 3, pp 8-11).



Detail eines Panorama-Mosaiks der Henbury Meteoritenkrater. Die Aufnahmen stammen von Don McColl, dem pensionierten Kurator des Museums von Northwest Queensland und einem der führenden Erforscher des Henbury-Meteoritenfalls. Unter diesem Link geht es zur vollen Ansicht des Krater-Panoramas



Stark skulpturiertes 1,82kg Henbury Individuum in der Form eines Fußes.

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