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NWA 4901
Stein, Achondrit, ungruppierter Basalt
(NWA 011 Gruppe)
Erfoud, Marokko, erworben 2007
TKW: 24g, (NWA 011 Gruppe TKW: 950g)




8,90g Endschnitt des ungruppierten basaltischen Achondriten NWA 4901. Der Meteorit repräsentiert eines der seltensten Gesteine in der Geschichte der Meteoritenforschung. Nordwest Afrika 4901, von dem lediglich 24g bekannt sind, ist gepaart mit den Meteoriten NWA 011 (40g), NWA 2400 (137g), NWA 2976 (219g) und NWA 4587 (530g). Das summiert sich zu einem bekannten Gesamtgewicht von lediglich 950g für die gepaarten Funde. Trotz mittlerweile rund 50 Forschungspublikationen, die sich mit nahezu jedem Aspekt der Zusammensetzung, Morphogenese und Ursprung des Meteoriten auseinandersetzen, bleiben die meisten Fragen der Entstehung und Herkunft bis heute unbeantwortet. Palme und andere Forscher sind der Ansicht, dass es sich bei dem Ursprungskörper um den Planeten Merkur handeln könnte. Floss et Al. glauben, dass der basaltische Asteroid 1459 Magnya der Mutterkörper des NWA 011 und des gepaarten Materials ist.



Der Meteorit besteht im wesentlichen aus Pigeonit and Plagioklas , sowie geringen Anteilen von opaken Silikat- und Phosphatmineralen. In Bezug auf Textur, Mineralogie und chemischer Zusammensetzung steht die NWA 011-Gruppe auf den ersten Blick den nichtkumulierten Eukriten nahe. Mit Blick auf die ungewöhnliche Zusammensetzung der Sauerstoffisotope und der höheren Fe/Mn-Werte gibt es jedoch starke Unterschiede. Tatsächlich repräsentieren die NWA 011-Meteoriten einen neuen Typ achondritischer Basaltmeteoriten, der sich in seiner Entstehungsgeschichte deutlich von den Vesta-Eukriten unterscheidet. Man geht heute davon aus, dass der Ursprungskörper der NWA 011-Gruppe in einer anderen Region des solaren Urnebels entstand als der der Mutterkörper der HED-Meteoriten Vesta. Nimmt man den geringen Materialfluss zur Erde für die NWA 011-Meteoriten zum Maßstab, handelt es sich um eine sehr entfernte Region des Asteroidengürtels, bzw. unseres Sonnensystems, aus der das Material stammt. Für den Merkur beispielsweise, wurde der zu erwartende Materialtransport zur Erde mit lediglich ~1% desjenigen vom Mars berechnet.



Das Kristallisationsmuster der NWA 011 Gruppe ist bereits optisch äußerst ungewöhnlich. Die abgebildete polierte Schnittfläche erscheint als ein Webmuster aus anthrazitfarbenen Polygonen auf einer feinkörnigen, curryfarbenen Matrix. Die Gleichmäßigkeit der Formen und das ebenmäßig verteilte Muster erinnern an die Zeichnungen auf dem Fell des Leoparden.

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