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Expedition 2002 - Die Story
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Der mit 300 Kilomern zu den größeren seiner Art zählende Asteroid Gaspra.
Man geht heute davon aus, dass bereits solche Planetoiden in einen metallischen Kern und einen Mantel aus silikatischem Material differenziert sind.
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Als anderntags einige flache Plateaus in Sicht kommen, die keine Anzeichen von Ablagerungen aufweisen, steigt die Spannung. Vorsichtig manövrieren unsere Tuaregfahrer die Geländewagen über einige flache Schuttfelder den Anhang hinauf. Oben angekommen, ist jeder Fremdkörper auf der blendend hellen Fläche kilometerweit zu sehen. Mit Schrittgeschwindigkeit fahren wir die vorher vereinbarten Bahnen. Aus jedem Fahrzeug suchen vier Augenpaare mit höchster Konzentration das Gelände ab.
Kurz bevor wir die Suche der glühenden Mittagshitze wegen abrechen müssen ist es endlich soweit. Das zweite Fahrzeug gibt ein Signal. Souleymane, unser Dolmetscher, hat einen dunklen Stein entdeckt. Der Test mit dem Magneten, der das in den meisten Meteoriten feinkörnig verteilte Nickeleisen nachweisen soll, war postiv. Als ich herankomme, steht unser kleiner Trupp ehrfürchtig um einen faustgroßen schwarzen Stein, der kaum eingebettet auf dem feinkörnigen Kies liegt. Alles schweigt und erwartet das Urteil des "Mudirs".
Mit dem ersten Blick kann ich die Erwartungen erfüllen. Unter einer fast schwarzen Oxidschicht, die für ein hohes Alter der Fundlage spricht, sind deutlich jene napfförmigen Vertiefungen zu erkennen, die nur durch Luftturbulenzen während des Schmelzenz in der Atmosphäre entstehen können. Solche Strukturen, Regmaglypten genannt, dokumentieren eindrucksvoll die hohen Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometer pro Sekunde, mit der kosmische Gesteinstrümmer in die Erdatmosphäre dringen.
Die Analyse im Mineralogischen Institut der Universität Hamburg wird später zeigen, dass es sich um einen Chondriten des H6 Typs handelt. Ein Steinmeteorit, der, wie der Großteil der bisher auf der Erde gefundenen Meteorite, aus dem Asteroidengürtel, einem breiten Materiestrom zwischen Mars und Jupiter stammt. Unzählige Festkörper kreisen dort auf einer zirkumsolaren Bahn, vom winzigen Staubkörnchen bis zu den sogenannten Planetoiden, von denen bisher rund 3000 mit einer Größe von über 10 Kilometern bekannt sind.
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Neolithische Mahlsteine, Unterlieger genannt. Sie dienten zusammen mit einem Reibstein zum Mahlen von Körnerfrüchten, Zerkleinern von Wurzeln oder zur Gewinnung von Farbpigmenten etwa aus Rötelsteinen. Oft finden sich diese Geräte absichtlich zerbrochen oder durchschlagen an. Als Ursache hierfür geht man außer von kriegerischen Auseinandersetzungen auch von kultischen Handlungen aus.
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Kollisionen dieser Himmelskörper können große Trümmerwolken freisetzen, deren Teile irgendwann in den Anziehungsbereich der Planeten geraten. Besonders große Planeten, die nur über eine dünne Gasatmosphäre verfügen, liegen unter ständigem Bombardement solcher Asteroidentrümmer. Doch auch auf der Erde regnen Tag für Tag tausende Meteoriten nieder. Den Zuwachs an Materie, den unser Planet auf diese Weise erfährt, schätzt man heute auf 15.000 bis 40.000 Tonnen pro Jahr.
Auch wenn es sich bei einem Großteil dieser Masse um winzige Flocken in der Atmosphäre verglühter Materie handelt, kommt es immer wieder zu Fällen, in denen größere Körper bei ihrem Sturz durch die Atmosphäre beobachtet werden. Dabei kommt es zu donnerartigen Geräuschen, ähnlich dem Überschallknall eines Jets. Sie werden durch die Kopfwelle des mit Überschallgeschwindigkeit in die Atmosphäre eindringenden Boliden hervorgerufen.
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